Deutsch
„Die Sprache ist der Schlüssel zur Welt.“ (Wilhelm von Humboldt)

Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sprache bedeutet immer auch die Beschäftigung mit der Identität und Gesellschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Unser Deutschunterricht ist mehr als Grammatik und Orthografie. Literatur verstehen, Informationen gewinnen und bewerten, Kreativität, Diskutieren und Debattieren sowie Präsentieren gehören auch dazu.
Unterrichtende Fachlehrkräfte
Frau Braune (Fachschaftsleitung Deutsch)
Herr Bretschneider
Frau Gey
Frau Hönig
Herr Koch
Frau Krause, H.
Frau Lorenz
Frau Mahnert
Frau Schlamminger
Frau Serov
Herr Sterz
Frau Zetzsche
Aktivitäten im Schuljahr
- Bundesweiter Vorlesewettbewerb (Jg. 5-6)
- Künstlerwettstreit Deutsch (Jg. 5-10)
- Schreibwettbewerbe (Jg. 5-12)
- Welttag des Buches (Jg. 5)
- Bundesweiter Vorlesetag (Jg. 5-11)
- Lesesommer (Jg. 5-7)
- Medienprojekt (Jg. 8)
- Fit für die Zukunft (Jg. 9)
- Lesungen, Theaterbesuche, Workshops
- Besuch der Leipziger Buchmesse
- Landeskinotage Sachsen-Anhalt
- Kooperationen mit der Stadt- und Schulbibliothek Landsberg, der Mitteldeutschen Zeitung und dem Mitteldeutschen Rundfunk
Evaluationen
| Jahrgang | Leistungserhebung | Entwicklung | Stellenwert | Dauer |
| 5 | Schulinterne Vergleichsarbeit | Gymnasium Landsberg | 2. Klassenarbeit (Wichtung: 25 %) | 45 min |
| 6 | Zentrale Klassenarbeit | Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt | 2. Klassenarbeit (Wichtung: 25 %) | 45 min |
| 8 | Bundesweite Vergleichsarbeit VERA 8 |
Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen | Prüfung Kompetenzentwicklung (keine Bewertung) | 90 min |
| 10 | Wissenschaftliches Poster |
Gymnasium Landsberg | Wissenschaftspropädeutik (sonstige Leistung) |
Projektdauer 3-4 Monate |
Was hat eine Hardangerfiedel mit dem Lesen zu tun?
Das konnten Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen im Rahmen einer Lesung am Donnerstag, dem 24.09.2026, erfahren. Die Autorin Elin Hansson aus Norwegen nahm ihre Zuhörinnen und Zuhörer mit auf eine Reise in ihr Heimatland. Dort spielt die Handlung ihres 2025 erschienenen Jugendromans „Zweiklang“.
Gespannt verfolgten die Schülerinnen und Schüler dem, was Elin Hansson darbot. Die Autorin ließ sowohl ihre Kindheitserinnerungen als auch ihre fast intim wirkende Beziehung zur Hardangerfiedel in die Romanhandlung einfließen. Dabei erwies sich diese als zentrales Element, das sinnbildlich für den „Zweiklang“ zwischen Realität und Fiktion steht. Elin Hansson spielt das traditionelle Instrument seit ihrem zehnten Lebensjahr und gab einige Kostproben ihres musikalischen Könnens zum Besten. Um ein Gefühl für andere Sprachen, deren Klang und Melodie zu vermitteln, las die Autorin, begleitet von einer Übersetzerin, einzelne Passagen des Buches in der Originalsprache vor. Dabei ging es vor allem um Themen wie Identitätsfindung, Erwachsenwerden und die Hürden des Andersseins. Im Anschluss an die Lesung traten Hansson und ihr Publikum in einen Dialog und diskutierten über den Roman sowie den Prozess des Schreibens.
Für die Schülerinnen und Schüler war die Veranstaltung auch der Auftakt für ein BNE-Projekt mit dem Arbeitstitel Interkulturalität.
Das Gymnasium Landsberg ist seit vielen Jahren Gastgeber für Schriftsteller und Schriftstellerinnen der Interlese. Organisiert durch den Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt finden im ganzen Bundesland Veranstaltungen mit internationalen Autoren und Autorinnen statt. Dabei besteht das Ziel darin, das Lesen als verbindendes Element zwischen Kulturen und Menschen zu fördern. Definitiv gelungen ist dieser Brückenschlag am Gymnasium Landsberg, das 2026 ein Austragungsort von insgesamt 50 Lesungen gewesen ist. Unser Dank gilt dem Friedrich-Bödecker-Kreis und den Akteuren der Schule, die dieses Erlebnis möglich gemacht haben.
Vorlesetag mit Karamba Diaby - „Leben für die Demokratie“

Bildquelle: Büro Karamba Diaby
Am Montag, dem 9. Dezember 2024, besuchte Dr. Karamba Diaby, MdB unsere Schule im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages. In zwei Unterrichtsstunden gestaltetete er eine Lesung aus seinem Buch „Leben für die Demokratie“ in den Klassen 6d und 6e. Neben der Vorstellung des Buches beantwortete Herr Diaby viele Fragen zu seinem Lebensweg, angefangen von der Geburt und Kindheit im Senegal, über seinen Weg nach Deutschland und schließlich seine Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter. Die Schülerinnen und Schüler beider Klassen freuten sich über den Besuch und diskutierten begeistert mit.
„Ich fand den Vortrag von Herrn Diaby sehr gelungen, da er sowohl über sein Leben als auch über seine Arbeit berichtet hat. Besonders berührend war, wie er über seine Eltern sprach und erwähnte, dass seine Mutter starb als er sechs Monate alt war und sein Vater als er sechs Jahre alt war. Er hat die Textstellen gut eingeleitet und die schwierigen Wörter erklärt. Herr Diaby hat beschrieben, woher er kommt und wie es in seinem Dorf aussieht. Ich finde es beeindruckend, dass es Herr Diaby in den Bundestag geschafft hat, obwohl Deutschlernen alles andere als einfach ist. Doch er hat es geschafft. Wenn ich ihn bewerten müsste, würde ich ihm eine glatte Note '1' geben.“ - Tony, 6e
„Sein Buch handelt von Demokratie und seinem Leben in einem kleinen Dorf im Senegal. Seine Mutter starb in seinem ersten Lebensjahr. Sein Vater gab ihn zu seiner Schwester und starb, als Herrn Diaby sechs Jahre alt war. Im Jahre 1985 flog er nach Deutschland, lernte in 9 Monaten Deutsch und studierte Chemie. Er wollte eigentlich zurück in den Senegal, jedoch lernte er seine Frau kennen und erarbeitete sich einen Doktortitel. Danach stieg er in die Politik ein. Das Buch war sehr interessant, denn es war sehr spannend, was er in seiner Kindheit alles so erlebt hat und nicht hatte, was bei uns selbstverständlich ist. Herr Diaby hat unsere Fragen ehrlich beantwortet. Für unsere Klasse war diese Stunde mit ihm wie eine Überraschung, eine gelungene. Unsere Klasse hat sich sehr gefreut, dass er an diesem Tag zu uns in die Klasse gekommen ist und wir hoffen, dass unsere Schule noch mehr solcher Veranstaltungen machen kann. Wir alle finden es beeindruckend, was schon alles in seinem Leben passiert ist und was er schon durchmachen musste. Er war sehr nett zu uns allen. Außerdem fanden wir es echt schön, dass wir am Ende noch Fragen über sein Leben an ihn selbst stellen konnten.“ - Emma und Melissa, 6e
Wohin uns die Suche bringt – Eine Schreibwerkstatt mit der Schriftstellerin Nasrin Siege
Voller Stolz hielten unsere Nachwuchsschriftstellerinnen und –schriftsteller am Donnerstag, dem 02.11.2023, die Früchte ihrer Arbeit in den Händen. Frau Lorenz, die Organisatorin der Schreibwerkstatt, überreichte mit großer Freude die Bücher.
„Wohin uns die Suche bringt“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten 16 junger talentierter Autorinnen und Autoren des Gymnasiums Landsberg. Es sind Geschichten, die im Jahr 2022 während einer einwöchigen Schreibwerkstatt mit der Autorin Nasrin Siege entstanden sind. Mit dem von den Jugendlichen selbst gewählten Thema „Suche“ werden hier Geschichten über Freundschaft, Liebe, Konflikte, Angst, Hoffnung und Identität erzählt. Beim Lesen spürt man die Begeisterung der Jugendlichen am Schreiben. Jede Geschichte ist einzigartig und etwas Besonderes. (Quelle: Klappentext) Das Buch ist im Verlag Akademie-der-Abenteuer erschienen und kann dort natürlich auch bestellt werden.
Siltas sutikimas
Für die vom Friedrich-Bödecker-Kreis Sachsen-Anhalt organisierte Interlese war unsere Schule auch in diesem Jahr Veranstaltungsort.
„Siltas sutikimas!“, „Herzlich willkommen!“ – So konnten wir am Donnerstag, dem 28.09.2023, die Schriftstellerinnen Frau Pukelyté aus Litauen und Frau Trieder aus Halle (Saale) begrüßen. Die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen sowie der Deutschkurse in den Jahrgängen 11 und 12 kamen in den Genuss, aus dem Leben von Zosia und Rachel Näheres zu erfahren. Beide Frauen sind die Heldinnen des von Ina Pukelyté verfassten Romans „Die Frolleins von der Freiheitsallee“. Dabei konnten die Zuhörer und Zuhörerinnen einen Einblick in ein Leben voller Herausforderungen während der 1930er Jahre in Kaunas, dem kleinen Paris Litauens, gewinnen. Zunächst war es nicht einfach, der Handlung zu folgen, denn Frau Pukelyté las in ihrer Muttersprache. Frau Trieder übersetzte ins Deutsche. Durch die insgesamt gelungene Darbietung eröffnete sich eine neue Welt. Zudem brachte uns die Schriftstellerin aus Litauen auch ihr Heimatland näher. Fragen des Publikums wurden von der Autorin gern beantwortet.
Die von den Anwesenden meist positiv bewertete Veranstaltung bot nicht nur eine Abwechslung zum Schulalltag, sondern stellte auch eine Möglichkeit interkultureller Begegnung dar. Mit Spannung erwarten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Landsberg die Interlese 2024.
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