Geschichte

Das Fach Geschichte ist das einzige Fach, das sich mit etwas beschäftigt, das unwiederbringlich verloren ist und trotzdem unseren Alltag immens beeinflusst (vgl. Pandel: Geschichtstheorie, 2017, S. 11). Daher besteht das Ziel des Faches darin, diesen Einfluss vergangener Ereignisse zu verstehen, das Handeln der Menschen in der Vergangenheit zu erklären und selbst mit der Gestaltung von Erinnerung tätig zu werden.

Unterrichtende Fachlehrkräfte

Frau Bartusch
Frau Burkhardt
Herr Herbstreit
Herr Herting
Frau Koerner
Frau Ledig
Frau Münch
Frau Piehl
Frau Schlamminger
Frau Seigert
Herr Sterz (Fachschaftsleitung Geschichte)

Aktivitäten im Schuljahr

Jahrgang Veranstaltung Zeitraum
5 Besuch des Landesmuseum für Vorgeschichte mit Führung und Workshop Oktober/ November
6 Projekttag Mittelalter in Landsberg  
7 Projekttag Reformation in Landsberg  
8 Projekt: Lost Places in Sachsen-Anhalt
Exkursion zum Völkerschlachtdenkmal Leipzig
Januar/ Februar
9 Besuch der Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg mit Führung und Workshop Juni
10 Besuch der Gedenkstätte „Roter Ochse“ in Halle oder des Forums für deutsche Geschichte in Leipzig  

alle

 

Unterrichtsgänge zu Orten der Geschichte in der näheren Umgebung ganzjährig

 

Interessante Links

Seite des Kinderlexikons: https://klexikon.zum.de/wiki/Klexikon:Willkommen_im_Klexikon
Kinderzeitmaschine: https://www.kinderzeitmaschine.de/
Seite des deutschen historischen Museums: https://www.dhm.de/lemo/
Seite der Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/

Gallerywalk: Erinnerung als Auftrag für die Gegenwart

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Mit einem eindrucksvollen Gallerywalk unter dem Titel „Nachhaltig an die NS-Zeit erinnern“ hat das Gymnasium Landsberg am Donnerstag, 7. Mai 2026, die Ergebnisse einer besonderen Auseinandersetzung mit Geschichte präsentiert. Von 17:00 bis 18:30 Uhr verwandelte sich das Foyer in einen Ausstellungs- und Begegnungsort, an dem die Schulgemeinschaft die Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen kennenlernen konnten.

Ausgangspunkt der Ausstellung war eine fünftägige Gedenkstättenfahrt Ende März nach Terezín, Tschechien (ehemals Theresienstadt). Die Jugendlichen hielten ihre vielfältigen Eindrücke in einem Videotagebuch fest und verarbeiteten das Erlebte anschließend in kreativen Projekten. Im Gallerywalk wurden diese Ergebnisse nun sichtbar: Künstlerische Arbeiten, persönliche Reflexionen und informative Präsentationen zeigten, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit den historischen Orten und ihren Geschichten auseinandergesetzt hatten.

Dabei wurde deutlich, dass es bei der Veranstaltung nicht um die Frage nach Schuld der Vergangenheit ging. Im Mittelpunkt stand vielmehr die Verantwortung der Gegenwart: Erinnerung als Motivation zu verstehen, eine offene und demokratische Gesellschaft aktiv mitzugestalten – damit sich die Gräueltaten der Vergangenheit nicht wiederholen.

 

 

Lizenzen & Quellen

Gedenkstättenfahrt nach Theresienstadt

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In der Woche vom 23.03. - 27.03.2026  besuchten Schülerinnen und Schüler der 10. und 12. Klassen gemeinsam mit Frau Ledig, Frau Zesch, unserem Schulsozialarbeiter Herrn Pogorzelski unter der fachlichen Begleitung von Herrn Wilde von der Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gGmbH die Gedenkstätte Theresienstadt (Terezín) in Tschechien.

 

Theresienstadt war während der Zeit des Nationalsozialismus sowohl Ghetto als auch Gestapo‑Gefängnis. Die Gruppe sammelte dort viele Eindrücke, die nachdenklich stimmten und erschütternd waren. Die Fahrt stand unter dem Leitgedanken nicht zu vergessen, was an diesem Ort geschehen ist und Verantwortung dafür zu übernehmen, dass sich solche Verbrechen nie wiederholen. Außerdem besuchten die Schülerinnen und Schüler Lidice, ein Dorf, das 1942 von den Nationalsozialisten zerstört wurde und heute als Gedenkstätte an dieses Verbrechen erinnert. Ein besonderer Moment der Fahrt war das Videotelefonat mit der Zeitzeugin Inge Auerbacher, die als Kind im Ghetto Theresienstadt lebte. Ihre persönlichen Erinnerungen gaben den historischen Fakten eine eindringliche, menschliche Perspektive.

Zwischen bedrückenden Momenten, intensiven Gesprächen und stillen Phasen des Gedenkens wurde eines besonders deutlich: Erinnern ist kein Zurückschauen, sondern ein Auftrag für die Zukunft.

 

Wir gedenken aller Opfer des Nationalsozialismus und danken den Teilnehmenden für ihren Mut, sich mit dieser schweren, aber wichtigen Geschichte auseinanderzusetzen.

 

 

Lizenzen & Quellen

Vergessene Orte: Die Klasse 8b erforscht Lost Places in Landsberg und wird dabei vom MDR begleitet

lost_places_buergerprojekt_106_resimage_v_variantbig24x9_w_1792.jpgBildrechte: MDR/Uli Wittstock

 

Über eine Initiative von Herrn Herting, Lehrkraft für Geschichte an unserer Schule, wird in folgenden Beiträgen im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) berichtet:

 

Filme und Podcasts der Schülerinnen und Schüler

 

MDR-Artikel

 

MDR-Bericht

Gedenkstättenfahrt Mauthausen

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Im Oktober 2023 wurde durch Frau Ledig und Frau Piehl eine Gedenkstättenfahrt unter dem Titel „Nachhaltig an die NS-Zeit erinnern“ initiiert. Schnell fanden sich viele Interessierte aus dem 9. und 10. Jahrgang, sodass ab November 2023 die Vorplanungen gemeinsam durchgeführt werden konnten. Dabei war es beiden Lehrkräften wichtig, uns in die Planung einzubinden.

So überlegten wir uns Ideen für mögliche Tagesausflüge und Produkte, die wir während der Tage gestalten wollten. Am Anfang hatten wir echt Sorgen, ob es nicht zu langweilig werden würde oder unsere Unterkunft nicht so sauber sein könnte. Beides ist zum Glück nicht eingetreten. Es waren sehr volle Tage, an denen wir aber viel lernen durften und immer wieder neu schockiert waren über die Zeit und die Ereignisse. Es hat uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, dass Jugendliche in unserem Alter auch außerhalb des Geschichtsunterrichts mit diesem Thema konfrontiert werden. Die intensiven Reflexionszeiten an jedem Abend fanden wir manchmal sehr anstrengend, aber wir haben bemerkt, dass es dort wirklich um uns und unsere Ideen, Gedanken, Gefühle und Sorgen ging. Jede Frage konnte uns beantwortet werden und gemeinsam haben wir viel dazu gelernt.

Die Tage waren am Ende immer lang und mit Informationen gefüllt, aber am Ende glauben wir, dass ein Großteil wieder mitfahren würde. Deswegen hoffen wir, dass Frau Ledig, Herr Bretschneider und Frau Piehl gemeinsam mit unserer Begleiterin Frau Reinicke und den nächsten Jahrgängen wieder eine so tolle Fahrt gestalten werden.

 

Der Abschluss stellte ein Gallerywalk dar, auf dem wir unsere Präsentationen, Plakate, Quizzes, Fotobücher und selbstgemalten Bilder allen Interessierten der Schule vorstellten. Wir waren stolz auf die rege Teilnahme und danken dem Jahrgang 11 für die tolle kulinarische Verköstigung während des Abends.

 

Also liebe Schüler und Schülerinnen – wenn es von Frau Piehl, Frau Ledig oder Herr Bretschneider heißt: „Wir wollen wieder eine Fahrt planen.“ – Dann meldet euch direkt an. Wir werden diese Fahrt nicht vergessen und am Ende sind auch tolle Freundschaften entstanden.

Die Gedenkstätte „Mauthausen“ – einer unserer zentralen Arbeitsorte für die TageIn einer der Reflexionsrunden klärten wir, was eigentlich einen guten Guide ausmacht. Im Laufe der Tage lernten wir schnell, dass das gar nicht so leicht ist und der Name „Führer“ fanden wir auch ganz schnell sehr unpassend!Nach den Tagen wissen wir, was Reflexion bedeutet und wie viel es wert sein kann.Unsere Lehrkräfte, die wir teilweise ganz schön beanspruchten ;)Reger Andrang bei unserem Abschluss-Gallerywalk „Nachhaltig an die NS-Zeit erinnern“ 

Beispielprodukt